Butzbacher Geschichts-Blätter

 

Als Beilage zur Butzbacher Zeitung (Wetterauer Bote) erscheinen in unregelmäßigen Zeiträumen die Butzbacher Geschichts-Blätter, die nach jeweils 50 Ausgaben als Nachdruck in Buchform herausgegeben werden.

 

Butzbacher Geschichts- und Heimatblätter 1. Jg. Nr.1/Febr.1928; neuer Titel Butzbacher Heimatblätter ab 7. Jg. Nr.1/Hartung (Jan.) 1934, erschienen bis 13. Jg. Nr.3/Okt.1940. Hrsgg. vom Butzbacher Geschichtsverein, erschienen als Beilage der Butzbacher Zeitung (Wetterauer Bote).

Butzbacher Geschichts-Blätter 1-50. [d.i. Nachdruck Nr. 1 vom 7. 9. 1983-Nr. 50 bis 6. 1. 1989; Beilage der Butzbacher Zeitung (Wetterauer Bote)] Hrsg. Geschichtsverein für Butzbach und Umgebung. Butzbach o.J. [1990]. [Druck u. Verlag Butzbacher Zeitung; 208 Seiten]

Butzbacher Geschichts-Blätter Nr. 51-100. [Nachdruck Nr. 51 vom 22. 2. 1989-Nr.100 vom 26. 1. 1995; Beilage der Butzbacher Zeitung (Wetterauer Bote)] Hrsg. Geschichtsverein für Butzbach und Umgebung Butzbach 1995. [Druckhaus u. Verlag Gratzfeld, Butzbach; 208 Seiten]

Butzbacher Geschichts-Blätter Nr. 101-150. [Nachdruck] Beilage zur Butzbacher Zeitung. Hrsg. Geschichtsverein für Butzbach und Umgebung. Butzbach 2001. [Druckhaus u. Verlag Gratzfeld, Butzbach; 208 Seiten]

Butzbacher Geschichts-Blätter Nr. 150-200. [Nachdruck] Beilage zur Butzbacher Zeitung. Hrsg. Geschichtsverein für Butzbach und Umgebung. Butzbach 2006. [Druckhaus u. Verlag Gratzfeld, Butzbach; 208 Seiten]

Butzbacher Geschichts-Blätter Nr. 201-250. [Nachdruck Nr. 201 vom 22.09.2005 - Nr. 250 vom 13.09.2010] Beilage zur Butzbacher Zeitung. Hrsg. Geschichtsverein für Butzbach und Umgebung. Butzbach 2010. [Druckhaus u. Verlag Gratzfeld, Butzbach; 208 Seiten]

Butzbacher Geschichts-Blätter Nr. 251-300. [Nachdruck Nr. 201 vom 27.10.2010 - Nr. 300 vom 16.01.2016] Beilage zur Butzbacher Zeitung. Hrsg. Geschichtsverein für Butzbach und Umgebung. Butzbach 2016. [Druckhaus u. Verlag Gratzfeld, Butzbach; 208 Seiten] (Eine Kurzbeschreibung des Bandes 6 s. u.)

Ein Gesamt-Inhaltsverzeichnis der Geschichtsblätter gibt es als PDF-Datei .

 

 

Butzbacher Geschichts-Blätter Band 6:

BUTZBACH (hl). Vor 33 Jahren wurde die erste Nummer der Butzbacher Geschichts-Blätter als Beilage zur Butzbacher Zeitung herausgegeben und nunmehr kann bereits Band 6 als Sammelband (mit der Nr. 300) abgeschlossen werden.

Historikerinnen wie auch engagierte Heimatforscher kommen hier mit ihren allerneuesten Forschungsergebnissen zu Wort. So stellt etwa die wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Marburg, Angela Kappeler M.A., ihre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und drei Unis geförderte bahnbrechende Arbeit über den Butzbacher Wendelin- bzw. Marienaltar vor (S.73-80 m. Buntbildern). Eine weitere wissenschaftliche Untersuchung befasst sich mit den drei im Butzbacher Museum befindlichen Kinderwachsfiguren, die einst sogar Wilhelm von Humboldt im Butzbacher Schloss bewunderte und die nun der einst „im Wachspoussiren unvergleichlich geübten“ Anna Maria Braun zugeordnet werden konnten (S.105-108 m. Buntbildern). Für interessierte Butzbachbesucher ist eine Abhandlung über „Lateinische Wandinschriften in der Butzbacher Altstadt“ unentbehrlich (S.157-164 u. 169-172).

Aus der Vergessenheit hervorgeholt wurden auch drei „Butzbacher Buben“: So der im Jahre 1643 in Pohl-Göns geborene Pfarrerssohn J.C. Schwanckhardt, der als wirkungsmächtiger Bürgermeister die von dem Sonnenkönig Ludwig XIV niedergebrannte Freie Reichsstadt Speyer wieder aufgebaut hat (S. 136). Der Butzbacher Bahnbeamtensohn Friedrich Schwally wurde im Jahre 1863 im Hause Guldengasse 16 geboren. Er wurde Professor für semitische Sprachen. Im Jahre 1913 erhielt er wegen seiner verdienstvollen Vermittlerrolle zum Osmanischen Reich von Kaiser Wilhelm II. (von dessen Gegnern als „Türkenbold“ verhöhnt) den Roten Adlerorden (S.19-20). Der Dritte war der im Jahre 1692 als ca. sechzehntes (!) Kind eines pietistischen Butzbacher Pfarrers geborene Maximilian H. F. Sinold genannt Schütz, der als „von Schütz“ geadelt wurde und als Mecklenburger Gutsherr eine Eigenkirche baute (S.21-22). Beim niederländischen Königshaus fand ein Artikel Interesse über eine Ahnfrau, die als junge Witwe vom Jahre 1485 an nahezu 26 Jahre in der Butzbacher Burg/Schloss residierte (S.97-100).

Es würde zu weit führen, die insgesamt 66 Einzelbeiträge zu besprechen. Angefangen bei dem unglaublichen Aberglauben eines Butzbacher Großbürgers im Jahre 1772, der ersten Frau im Butzbacher Stadtparlament im Jahre 1921 bis hin zu der Bombardierung Butzbachs 1945 aus amerikanischer Sicht.

Das Buch (zur Hälfte Buntbilder!) kostet 12.- Euro und ist ab sofort in der Buchhandlung Bindernagel, im Museum und bei Bodo Heil vom Geschichtsverein erhältlich.